3 tips for travelling alone



1) Spontanität: Im Vorhinein habe ich nicht wirklich viel geplant. Die ersten paar Tage in Vancouver und der Abschluss in New York waren beschlossene Sache, aber dazwischen habe ich meist einfach spontan entschieden. War definitiv die beste Entscheidung überhaupt! Es ist so viel entspannter, nicht schon im Vorhinein alles bis ins kleinste Detail durchgeplant zu haben und mir so die Möglichkeit zu erhalten, nur das zu tun, worauf ich auch wirklich Lust hatte.
Morgens aufstehen und frühstücken, am schwarzen Brett des Hostels eine Empfehlung für den Deep Cove Quarry Hike sehen und beschließen, diesen am heutigen Tag zu laufen. In den nächsten Bus steigen, etwas panisch werden, weil vergessen wurde, sich nach dem Namen der Haltestelle am Zielort zu erkundigen und dann doch irgendwie ankommen. Schweißtreibende 30 Minuten lang über Wurzeln und Felsen klettern und am Ende einen phänomenalen Blick genießen.
Das ist eine der schönsten Seiten daran, alleine zu reisen – man ist unabhängig, muss sich nicht nach anderen richten und kann seine Pläne von einer Sekunde auf die andere umschmeißen. Jihaa!

1) Being spontaneuous: Don’t plan everything ahead! When I travelled to Canada I had only booked my accommodation in Vancouver and New York. Between these two destinations were nearly four weeks which I hadn’t planned at home. And it was the best thing I could’ve done! It’s much more relaxing to have the possibility of only doing what you want and not having to follow a tight schedule! In my opinion that’s one of the most beautiful aspects of traveling alone: you are free to change your plans from one second to another and there’s no one who could complain about it!



2) Kontakte knüpfen: Hätte ich vorher nicht gedacht, aber - es ist so unglaublich einfach, neue Leute kennenzulernen, wenn man alleine reist! Die beste Taktik: Hilflos am Straßenrand stehen, mit braunen Rehaugen auf die Straßenkarte starren uuuund keine zwei Minuten später hört man ein freundliches „Are you looking for something?“ und wird in ein endloses Gespräch verwickelt. Läuft. Die beste Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen, gibt es aber in Hostels. Morgens beim Frühstück findet man immer ein Gesprächsthema; und wenn man sich ein Badezimmer und das Hochbett teilt, ist gegenseitiges Anschweigen sowieso unmöglich.
Und Kontakte knüpfen ist verdammt hilfreich! Nicht nur macht man viele neue Bekanntschaften und hat ständige Unterhaltung – es hilft auch dabei, eventuelle Einsamkeit zu vertreiben. Außerdem bekommt man so die besten Tipps überhaupt und entdeckt die tollsten Orte! In Banff haben mir meine zwei Mitbewohnerinnen zum Beispiel von Buffalo Mountain und dem tollen Weg nach oben erzählt. Wir haben uns dann zu dritt an den Aufstieg gemacht und was soll ich sagen – es war einer der schönsten Tage überhaupt!



2) Be social: before my journey I wouldn’t have thought it so easy to get to know new people when travelling alone. But that’s exactly how it is – whenever I was looking at my street map and had a totally confused appearance, people wanted to help and began chatting with me! Another great possibility to socialize are hostels. Having breakfast together and sharing a bathroom is an infallible way for finding new friends. And that’s so important! Why? Well, it helps preventing and banishing loneliness, as well as getting great insider tips!



3) Man selbst sein: Der für mich eindeutig wichtigste Punkt. Vor meiner Kanadareise hatte ich ziemlich festgefahrene Vorstellungen vom Backpacken: In unschönen Hostels übernachten, sämtliche Mahlzeiten selbst kochen, sparsam sein, große Ausgaben vermeiden und selbstverständlich nur abseits der üblichen Touristenpfade unterwegs sein. Alle um mich herum meinten, dass das eben so wäre und es gar nicht anders gehen würde. Macht man halt so als alleinreisender Rucksackträger. Aber wisst ihr was? In Kanada war das dann einfach nicht das, was ich wollte. Viele meiner Freunde sind genau auf diese Art und Weise gereist, für mich war allerdings schon nach wenigen Tagen klar: Nee, danke. Keine Lust.
Ich habe nichts dagegen, Geld für schöne Dinge auszugeben, die ich unterwegs finde. Abends sitze ich viel lieber in einer hübschen Bar oder einem süßen Restaurant, als mich in einer Hostelküche mit 384734 anderen Menschen um Kochtöpfe und Co zu streiten. Und wieso sollte ich sämtliche bekannten Attraktionen meiden? Nur weil Sulphur Mountain von Touristen überschwemmt wird, macht ihn das doch nicht weniger schön? Und bin ich schließlich nicht selbst nur jemand in einem fremden Land und damit ebenfalls Tourist?
Ich finde, auf Reisen sollte man das tun, was man mag und sich nicht von allgemeinen Vorstellungen beeinflussen lassen. Angenommen, ich habe in einer Woche schon einen Haufen Geld für sündhaft teures Eis und eine Bustour zu Lake Louise ausgegeben – sollte ich dann versuchen, auf weitere Ausgaben zu verzichten und mir nicht spontan ein Tattoo als Reiseerinnerung stechen lassen? Obwohl ICH es will? Nein, definitiv nicht!



3) Be yourself: the most important thing when travelling. There are many beliefs and stereotypes about backpackers. They only sleep in unpleasant hostels, they cook all of their meals themselves, they are thrifty and of course they don’t visit the common tourist attractions. That’s what everyone told me before I departed and due to that I was convinced I had to act in the same way. But you know what? After just a few days in Vancouver I noticed it wasn’t what I wanted. I like to spend money for nice things. Eating out in a cute restaurant is much better for me than fighting over pans and pots in the hostel kitchen. And why should I avoid touristic places like Sulphur Mountain, for instance? They are definitely worth a visit!

Kommentare

  1. danke für den schönen beitrag. ich bin auch schon allein gereist und gebe dir recht: man lern unheimlich schnell neue menschen kennen :)
    liebe grüße!

    AntwortenLöschen
  2. Schön, dass du dich das Alleine reisen traust :) Hört sich spannend an!

    AntwortenLöschen
  3. Super geschrieben und ja, jeder soll so reisen wie er es am liebsten hat!

    AntwortenLöschen
  4. Hört sich toll an! Aber ich denke, dass man fürs alleine Reisen auch gemacht sein muss. Für mich wäre das nichts; ich habe lieber einen geliebten Menschen dabei mit dem ich die Erinnerungen teilen kann. Da ich sehr schüchtern bin, fällt mir das Leute kennenlernen und Smalltalk eh schwer... also reise ich lieber mit Freunden :D

    AntwortenLöschen
  5. Ich liebe es zu reisen. Aber allein wäre wohl nicht so meins. Schließe mich da Jana an. Man muss wohl dafür gemacht sein. Schön wenn man es kann. Ich beneide Menschen, die das tun. Ein guter Freund von mir macht gerade eine Weltreise, ganz allein. Respekt dafür.

    Ghost

    AntwortenLöschen
  6. Das sind wirklich tolle Tips! Aber ich glaube, ich hätte nicht genug Mut ganze allein zu reisen.
    Und danke für deinen lieben Kommentar! :)

    Ganz liebe Grüße <3

    AntwortenLöschen
  7. Alles drei ganz tolle und wichtige Punkte :) Ich finde vor allem, das "Man selbst sein" am wichtigsten und natürlich nicht nur beim Alleine verreisen, aber wann sonst hat man schon die Möglichkeit komplett von der Meinung anderer unabhängig zu sein. Das mit verlorenen Rehaugenblick klappt aber wirklich immer, haha :) Freut mich sehr, dass ich dir St. Petersburg schmackhaft machen konnte.

    Allerbeste Grüße :)

    mtrjschk.blogspot.com

    AntwortenLöschen
  8. Hallo liebe Mara,
    dieser Post gefällt mir besonders gut. Die Bilder sind echt schön. Respekt für deinen Trip alleine!!!

    Liebste Grüße,
    Lena

    http://footprintstravelblog.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  9. Toller Artikel! Und Respekt, dass du den Mut hatte alleine so weit weg zu fahren. Während meiner beiden Auslandsjahre, habe ich auch viel zeit damit verbracht alleine das Land zu erkunden und das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich, bei der ich viel gelernt und mich besser kennen gelernt habe.

    AntwortenLöschen
  10. Sehr gut auf den Punkt gebracht Mara! Das klingt so, als wäre das genau das Richtige für dich gewesen! Vor allem im Punkt nicht zu viele Pläne machen kann ich dir total zustimmen! Ich möchte auch unbedingt mal nach Kanada, das klignt einfach alles so toll. Die Wanderungen sind sicher super. Vielleicht spornst du mit dem Post den ein oder anderen an, über seinen eigenen Schatten zu springen und es einfach mal auszuprobieren ;)

    AntwortenLöschen
  11. Schon allein wenn ich die Bilder dazu sehe, bekomm ich schon wieder Fernweh :D Ich war dieses Jahr in Kanada. In Hundsville. Ein kleines Städtchen in der Nähe von Toronto. Es war wunderschön. Anders lässt es sich nicht beschreiben. Die Natur dort scheint Grenzenlos und zauberhaft. Ich wäre am liebsten gleich dort geblieben. Es war unbeschreiblich schön gewesen :D

    Liebste Grüße
    Maddie

    AntwortenLöschen