The Seven Realms - book review

The Seven Realms - book review 
"One day Han Alister catches three young wizards setting fire to the sacred mountain of Hanalea. Han takes an amulet away from Micah Bayar, son of the High Wizard, to ensure the boy won’t use it against him. The amulet once belonged to the Demon King, who nearly destroyed the world a millennium ago. With a magical piece so powerful at stake, Han knows that the Bayars will stop at nothing to get it back.

Meanwhile, Princess Raisa ana’Marianna has her own battle to fight. She’s just returned to court after three years of riding and hunting with her father’s family. Raisa aspires to be like Hanalea, the legendary warrior queen who killed the Demon King and saved the world. But it seems that her mother has other plans for her — plans that include a suitor who goes against everything the Queendom stands for." 


“But it's not enough to know right from wrong. You need the strength to do what's right, even when what you want most in the world is the wrong thing.”

Es gibt Bücher, bei denen man am Anfang denkt “Joa, hört sich ganz gut an”. Nicht umwerfend, aber durchaus interessant. Und dann liest man sie und denkt nur noch „Ach. Du. Scheiße. Ist das genial.“ So erging es mir mit der „Seven Realms“ Reihe, die nach Beenden des letzten Bandes sofort Lieblingsbuchstatus erreicht hat.

Gestaltung: Wenn die Sonne durch mein Fenster scheint, fallen die Strahlen immer direkt auf die Buchrücken und das sieht so wahnsinnig toll aus, weil die Farben dann richtig leuchten, ganz ähnlich wie bei der „Heroes of Olympus“ Reihe. Auch ansonsten bin ich von der Gestaltung der Bücher sehr angetan. Die Schrift ist gut zu lesen und ab dem zweiten Buch ist am Anfang immer eine Karte abgedruckt. Finde ich sehr gut, da ich es beim Lesen manchmal etwas schwierig fand, nachzuvollziehen, wo die Protagonisten sich gerade befinden.

Weltenentwurf: Raisa und Hans komplette Gesellschaft beruht auf der schon im Klappentext angesprochenen Vergangenheit. 1000 Jahre zuvor zerstörte der „Demon King“, ein Zauberer, beinahe die Welt und konnte nur von der damaligen Königin Hanalea aufgehalten werden. Um eine Wiederholung der Ereignisse zu verhindern, wurden die Zauberer starken Einschränkungen und Regeln unterworfen, was für einige Konflikte in der Geschichte sorgt. Gut überlegt war hier ebenfalls der Unterschied zwischen Überliefertem und tatsächlich Geschehenem – in gewisser Weise der Schlüsselpunkt der gesamten Reihe. In den verschiedenen Büchern erhält man immer wieder kleine Hinweise auf das, was wirklich passiert ist und versucht selbst zu rätseln und zu kombinieren. Diesen Aspekt mochte ich sehr gerne! Auch ansonsten hat Miss Williams eine komplexe und gut durchdachte Welt erschaffen, in der ich mich sehr gerne aufgehalten habe. Ein bisschen nervig fand ich allerdings die oft verwendeten Dialekte – da versucht man über Jahre hinweg, die englische Grammatik korrekt zu lernen und darf sich dann mit so etwas herumschlagen. Gnaaa!

The Seven Realms book review

Charaktere: Manche Charaktere möchte ich am liebsten gegen eine Wand schmeißen. Bella aus „Twilight“, Helen aus „Göttlich verdammt“ oder Laura aus „Delirium“ wären da ein paar gute Kandidaten. Gehören Han und Raisa dazu? NEIN! Ganz im Gegenteil, ich habe selten so gut ausgearbeitete und vor allem sympathische Charaktere gesehen! Han gehört eher der ärmeren Schicht der Bevölkerung an, ist ein ehemaliger „Streetlord“ und hat eine kriminelle Vergangenheit. Und er verhält sich auch so! Bei vielen Büchern habe ich den Eindruck, dass die Autoren den Protagonisten unbedingt eine dunkle Seite verpassen wollen. Die dazu benötigte Vergangenheit wird entworfen, aber nie handelt jemand dann auch dementsprechend! Bei Han ist es richtig gut gemacht; an vielen Stellen zeigt sich deutlich, wie er es zum Streetlord gebracht hat und im weiteren Verlauf der Bücher seine Ziele erreicht – mit Berechnung, Hinterlist und teilweise sogar mit Gewalt. Er hat allerdings auch eine weiche Seite, die versucht, seine Familie und Freunde zu schützen und das Richtige zu tun. Der Kontrast und das Zusammenspiel dieser beiden Seiten hat mir unglaublich gut gefallen!

Ganz ähnlich verhält es sich mit Raisa. Von Anfang an ist sie nicht die verwöhnte Prinzessin, sondern hinterfragt Dinge und versucht, den Menschen zu helfen. Sie war mir durchweg sympathisch, was wohl vor allem auch an ihrem Charakter lag. Endlich mal eine Protagonistin, die nicht komplett verblödet und naiv ist! Raisa trifft ihr eigenen (logischen & nachvollziehbaren!) Entscheidungen und wirkt dadurch sehr authentisch. Außerdem ist sie keine dieser „Ich-war-noch-nie-verliebt-finde-aber-urplötzlich-und-unverhofft-die-Liebe-meines-Lebens“ Figuren.

“And it's not just a matter of you hurting me. I will hurt you too, even if I don't want to, I'm not the girl you think I am. And you will remember this conversation, and wish that you'd listened to me.”

Das bringt mich zum zweiten großen Pluspunkt der Reihe: Die Liebesgeschichte! Im ersten Buch passiert da erst einmal überhaupt nichts, da beide Protagonisten andere Beziehungen führen (Ja! Das gibt es!). In den folgenden Büchern entwickelt sich die Beziehung der beiden dann in einem sehr angenehmen und nachvollziehbaren Tempo – allerdings bleiben sich beide selbst treu und legen keine plötzliche 180° Wende hin, wie es in anderen Büchern so oft der Fall ist (ich denke da zum Beispiel an Bella, die auf einmal überhaupt nichts mehr ohne Edward konnte!). Zugegeben, gegen Ende wird es etwas kitschig, aber im angemessenen Rahmen – ein bisschen Kitsch braucht man manchmal einfach!
Auch die Nebencharaktere sind durchweg sehr lebendig beschrieben, sodass man mit ihnen mitfühlt und –leidet. Zudem gibt es oft kein klares Gut oder Böse. (Fast) alle haben beide Seiten in sich und verfolgen ganz eigene Ziele.

Story: Auch hier habe ich nur Positives zu sagen. Es gibt nicht den einen großen Höhepunkt, sondern viele kleine Intrigen und Probleme, die Han und Raisa überwinden müssen. Das vermindert die Spannung aber keinesfalls, da immer irgendwas passiert. Auch konzentriert sie die Handlung nicht ausschließlich auf die Protagonisten, sondern beleuchtet auch die Geschichte der diversen Nebencharaktere.

Fazit: Von mir bekommt die Reihe 5 Sterne – wer auf der Suche nach einer packenden Handlung, intelligenten und authentischen Charakteren und einem detaillierten Weltenentwurf ist, kann bei „The Seven Realms“ getrost zugreifen. Für mich ganz klar eine meiner liebsten Reihen im Regal!
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“Crow walked toward her, arms outstretched like a man in a dream, which he was, in a way. Sometimes a dream is enough.”

Design: I especially love the colors of the book bindings! Whenever the sun shines through my window they gleam wonderfully! The font is easy to read and from the second book onwards a map is included. Having found it sometimes a bit difficult to spot the protagonists’ whereabouts it was really helpful.

Plotting: The whole society of Han and Raisa is based on events that happened a thousand years ago. The demon king, a wizard, nearly destroyed the world and was finally defeated by Queen Hanalea. Trying to prevent a repeating of this disaster the wizards were bound by lots of rules and restrictions (this causes many problems in the story!). The difference between what has been delivered to posterity and what actually happened is in a sense the key function of the whole story. In all four books you can find small hints of the truth and I really enjoyed developing my own theories!

Characters: there are characters I just don’t like, for example Bella („Twilight“), Helen (“Starcrossed”) or Lena (“Delirium”). Are Han and Raisa part of them? Definitely not! I’ve seen few characters as likeable and well-elaborated as these two protagonists! Han is rather a member of the lower class and a former “streetlord”. And he behaves like one! I have the impression that most authors want to give their protagonists a bad and criminal past in order to make them more mysterious / interesting. Sadly they never actually act according to this darker side! Han proves otherwise – on many pages you can see why he became streetlord. He tries to reach his goals with calculation, guile and sometimes with violence, too. Nevertheless he also has a soft side and I really enjoyed this contrast!

Same story with Raisa: instead of being a spoiled and ignorant princess she questions things and tries to help the people. I especially liked her because she made logical and understandable decisions. She was authentic and never brainsick or naive. The love story was another positive aspect. It developed slowly and didn’t transform the protagonists into mindless idiots. Moreover the secondary characters were described vividly, too, and I could easily connect with them.

Story: there isn’t one big climax, rather many small scheming and problems which Han and Raisa have to overcome. This doesn’t lessen the gripping moments, it rather prevents boredom.

Conclusion: in my opinion the “The Seven Realms” series is a great and thrilling read with intelligent and authentic characters. Give it a try!

Kommentare

  1. Ich finde gut ausgearbeitete Charaktere so wichtig, wenn alle Charakter logisch sind macht das ein Buch schon mal mindestens gut und wenn dann noch der Schreibstil passt perfekt. Da ist das Gerne voll egal :) ich werde mir die Bücher mal näher anschauen...

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  2. Von Vampire Diaries habe ich die ersten beiden Staffeln (eine davon sieht man auf dem Foto), aber im Moment schaue ich gerade die aktuellen Folgen der Staffel 5, die auf sixx gerade läuft. Leider kommt aber diese Woche schon das Staffelfinale.. :/

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  3. Klingt klasse! Werde ich mir mal genauer ansehen! Oh man, ich weiß noch, wie ich den 2. Twilight gelesen hab und mir dachte "komm, Mädchen, ist gut!" :D

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  4. this seems a wonderful read!

    xoxo, rae
    http://www.raellarina.net/

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